reduktion erzielt aufmerksamkeit. sie verstärkt
die aussage. minimalismus als ablehnung all
dessen, was unecht, unnütz, ablenkend und
erdrückend ist.
"ockhams klinge" entfernt alles überflüssige.
das sparsamkeitsprinzip bezieht sich zwar
auf wissenschaftliche theorienbildung, lässt
sich aber ohne weiteres ins alltägliche leben
transferieren. es besagt: gibt es mehrere
erklärungen für den gleichen sachverhalt, so
ist die einfachste zu bevorzugen. ebenso sollen
unnötige hypothesen vermieden werden und es für
jeden sachverhalt nur eine einzige, möglichst
einfache erklärung geben.**
um komplexität zu reduzieren bedarf es
komplexität. der prozess ist kein einfacher.
es kommt auf das richtige maß an. balanceakt.
die grenze der reduktion ist das nichts. davor
kommt eine weite spanne an unverständlicher
überreduktion. reduzierst du zu sehr,
erreichst du uniformität. dann sieht alles
ähnlich aus. minimale information bedeutet
maximale unordnung. um nicht unverständlich
oder austauschbar zu werden musst du eigenart
herausbilden. die essenz der botschaft oder des
produktes.
reduzierst du über, musst du wieder
etwas hinzufügen. eine art vehikel, das
die botschaft transportiert. wie bei der
teezeremonie. reduzierter gehts nicht mehr:
ein abgeschiedener, leerer raum, die menschen
in ihm völlig still. und dann die hochkomplexe
zubereitung des tees die dem ganzen ihre
bedeutung gibt.
reduktion heißt vereinfachung, heißt
verdeutlichung. wirf jemandem drei bälle auf
einmal zu. was denkst du, wie viele wird er
fangen? wirf ihm nur einen zu, den fängt er
auch.
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Smart Kampagne 1997
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